Veränderte räumliche Orientierung bei elektromagnetischen Feldern

Mögliche Ursache für eine veränderte räumliche Orientierung bei vorpubertären Ratten, die chronisch hochfrequenten elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind.
Possible cause for altered spatial cognition of prepubescent rats exposed to chronic radiofrequency electromagnetic radia-tion.
Von: Narayanan SN, Kumar RS, Karun KM, Nayak SB, Bhat PG; Erschienen in: Metab Brain Dis (2015) 30: 1193–1206    https://www.emf-portal.org/de/article/27297
Ziel der Studie: Es sollten die Auswirkungen einer chronischen Exposition von Ratten bei einem 900 MHz elektromagnetischen Feld auf das räumliche Gedächtnis und die neurale Struktur im Hippocampus untersucht werden.
Hauptergebnis (lt. Autor): Zwischen den Gruppen gab es keine signifikanten Unterschiede im Körpergewicht. Das Lernen und das räumliche Gedächtnis waren bei Ratten, die bei dem elektromagnetischen Feld exponiert waren, im Vergleich zu Ratten der Käfig-Kontrolle und Schein-Exposition signifikant schlechter.
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Beeinträchtigung des Rückenmarks nach 900-MHz-Bestrahlung

Morphologische und antioxidative Beeinträchtigung des Rückenmarks von Ratten-Nach-kommen nach 900-MHz-Bestrahlung während der frühen und mittleren Jugend.
Morphological and antioxidant impairments in the spinal cord of male offspring rats following exposure to a continuous 900-MHz electromagnetic field during early and mid-adolescence.
Von: İkinci A, Mercantepe T, Unal D, Erol HS, Şahin A, Aslan A, Baş O , Erdem H, Sönmez OF, Kaya H, Odacı E; Erschienen in: J Chem Neuroanat. 2015    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26708410?dopt=Abstract
Kinder und Jugendliche sind besonders an Geräten interes-siert, die elektromagnetische Felder abgeben, wie beispielsweise Mobiltelefonen. Studien haben gezeigt, dass Langzeit-bestrahlung die Blut-Hirn-Schranke durchlässiger macht, das könnte durch morphologische und biochemische Veränderun-gen im Zentralnervensystem (Groß-, Kleinhirn und Rücken-mark) zustande kommen.
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Wirkungen isothermischer 2.45 GHz Mikrowellen-Befeldung

Wirkungen isothermischer 2.45 GHz Mikrowellen-Befeldung auf den  Säugetier-Zellzyklus: Vergleich mit Wirkungen isothermischer 27 MHz  Hochfrequenz-Befeldungs-Exposition
Effects of isothermal 2.45 GHz microwave radiation on the mammalian  cell cycle: comparison with effects of isothermal 27 MHz radiofrequency  radiation exposure.
Von: Cleary SF, Cao G, Liu LM,  Veröffentlicht in: Bioelectrochem Bioenerg 1996; 39 (2): 167-173       https://www.emf-portal.org/de/article/1768
Ziel der Studie (lt. Autor): Synchronisierte Zellen wurden bei kontinuierlicher Welle (CW), 2,45 GHz Mikrowellen-Befeldung oder 27 MHz Hochfrequenz-Befeldung (CW) unter isothermen Bedingungen exponiert, um die folgenden Hypothesen zu testen: (1) Elektromagnetische Hochfrequenz-Befeldung beeinflusst direkt den Säugetier-Zellzyklus bei Abwesenheit Befeldungs-induzierter Erwärmung; und (2) die Stärke der Zellzyklus-Veränderung ist Frequenz-abhängig.
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

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Fernstudium Elektrobiologie Neu: Messgeräte inklusive

Fernstudium Elektrobiologie / Elektrosmog
NEU: Ab sofort ist der Verleih von Messgeräten im Preis inbegriffen. Wenn  Sie bei der Bearbeitung von Lehrgangsskript Nr.3 angekommen sind, erhalten  Sie auf Wunsch ein Messgeräte-Set, um erste Erfahrungen zu sammeln. Es  fallen für Sie lediglich die Versandkosten an. Es ist nicht notwendig,  während dem Theorieteil schon Elektrosmog-Messungen zu machen, dafür ist das  Praxisseminar gedacht, aber etliche Nachfragen haben uns zu diesem  Angebot bewogen! Ausführliches Informationsmaterial zum Fernlehrgang Elektrobiologie herunterladen.

Wirkungen von WLAN auf den Perooxidations-Status

Wirkungen von 2,45 GHz-Mikrowellen-Expositionen auf den Perooxidations-Status von Wistar-Ratten
Aweda MA, Gbenebitse S, Meidinyo RO (2003) Effects of 2.45 GHz microwave exposures on the peroxidation status in Wistar rats. Wirkungen von 2,45 GHz-Mikrowellen-Expositionen auf den Perooxidations-Status von Wistar-Ratten. Erschienen in: Niger Postgrad Med J 2003; 10 (4): 243 – 246
https://www.emf-portal.org/de/article/18444
Die Mikrowellen-Exposition verursachte einen Anstieg der Lipidperoxidation innerhalb der ersten 24 Stunden nach Exposition und reduzierte sich nach einer Woche stufenweise auf den Wert der Kontrollgruppe. Die Verabreichung von Ascorbinsäure und Tokopherol verursachte innerhalb der ersten Woche nach Befeldung eine Verminderung des Kontrollwerts der Lipidperoxidation.
Die Ergebnisse zeigten, dass eine Mikrowellen-Exposition eine signifikante Erhöhung des Status der Lipidperoxidation verursachte und dass es schätzende Wirkungen der Antioxidationsmittel Ascorbinsäure und Tokopherol gab.

Wirkungen pränataler Funkexposition auf das Herz

Die Wirkungen der pränatalen Exposition bei einem elektromagnetischen 900-MHz-Feld auf das Herz bei 21 Tage alten männlichen Ratten.
The effects of prenatal exposure to a 900-MHz electromag-netic field on the 21-day-old male rat heart.
Von: Türedi S, Hanci H, Topal Z, Unal D, Mercantepe T, Bozkurt I, Kaya H, Odaci E; Erschienen in: Electromagn Biol Med 2015; 34 (4): 390–397
https://www.emf-portal.org/de/article/25683

Schlussfolgerungen: Die Studienergebnisse legen nahe, dass 900-MHz-Felder in der vorgeburtlichen Phase oxidativen Stress, Beeinträchtigung des antioxidativen Abwehrsystems und histopathologische Veränderungen im Herzgewebe von männlichen neugeborenen Ratten verursachen. Embryos, die im Bauch der Mutter bestrahlt worden waren, hatten auch nach der Geburt Schäden im Herzgewebe. Die Apoptose hält in normalen Zellen die Homöostase aufrecht, die signifikant gesteigerte Apoptose könnte durch die erhöhte Lipidperoxidation kommen, denn oxidativer Stress aktiviert die Apoptose-Signalwege. Auch die Schwellung der Mitochondrien ist ein Zeichen für Stress, der hier durch die Strahlung hervorgerufen wird.

Langzeitwirkung von 900-MHz-Feldern auf die Leber

Langzeitwirkung von 900-MHz-Feldern auf die Leber von 21 Tage alten neugeborenen männlichen Ratten.
The effects of prenatal long-duration exposure to 900-MHz electromagnetic field on the 21-day-old newborn male rat liver.
Von: Topal Z, Hanci H, Mercantepe T, Erol HS, Keleş ON, Kaya H, Mungan S,
Volltext: http://journals.tubitak.gov.tr/havuz/sag-1404-168.pdf
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass eine vor der Geburt erfolgte 900-MHz-Bestrahlung oxidativen Stress und pathologische Veränderungen in der Leber nach der Geburt verursachen kann. GSH ist ein wichtiger ROS-Fänger und stellt die erste Front der antioxidativen Abwehr dar. Es schützt die Zellen vor oxidativer Schädigung. Allerdings kann erhöhter oxidativer Stress die GSH-Aktivität schwächen, als Reaktion steigt SOD an. GSH schützt Leberzellen auch gegen chemische und enzymatische oxidative Schädigung. Der Anstieg von MDA weist ebenfalls auf oxidativen Stress hin. Die histopathologischen Ergebnisse wie Expansion des endoplasmatischen Retikulums, Vakuolen in den Mitochondrien und die Fibrose-aktiven Sternzellen (die bindegewebige Verhärtung und Vernarbung des Gewebes mit Kollagenfibrillen nach Schädigung entwickeln) deuten darauf hin, dass 900-MHz-Felder, die vor der Geburt auf die Tiere einwirkten, die Leber durch oxidativen Stress schädigen und das antoxidative Abwehrsystem verändern. Die Entwicklung der Leberzellen könnte durch die Strahlung beeinträchtigt sein.

Wirkung von pränataler Mobilfunk-Strahlung auf Hoden

Wirkung von pränataler 900-MHz-Strahlung auf Hoden und Spermienqualität in Samenleitern bei 60 Tage alte Ratten.
Effects of prenatal exposure to a 900 MHz electromagnetic field on 60-day-old rat testis and epididymal sperm quality. Von: Odacı E, Hancı H, Yuluğ E, Türedi S, Aliyazıcıoğlu Y,
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26472053?dopt=Abstract
Schlussfolgerungen: Diese Ergebnisse zeigen, dass 1-stündige 900-MHz-Strahlung von Tag 13–21 der trächtigen Mutter zu Veränderungen in Struktur und Funktion der reproduktiven Organe bei den männlichen, 60 Tage alten Nachkommen führt, untersucht an biochemischen Markern, Beweglichkeit und Vitalität der Spermien, Morphologie und Struktur der Hoden und Samenleiter. Die Autoren schließen daraus, dass 900-MHz-Strahlung eine schädliche Wirkung auf die Entwicklung von Hodengewebe und Spermien bei Ratten hat, und die schädliche Wirkung ist 60 Tage nach der Geburt ohne weitere Bestrahlung noch erhalten. Dass es keinen MDA-Anstieg gegeben hat, führen die Autoren auf die Tatsache zurück, dass die Bestrahlung vor der Geburt und die Messung 60 Tage danach stattgefunden hatten.

Kann ein pränatal einwirkendes 900-MHz-Feld die Morphologie der Milz und des Thymus beeinflussen?

Kann ein pränatal einwirkendes 900-MHz-Feld die Morphologie der Milz und des Thymus beeinflussen und Biomarker für oxidativen Schaden bei 21 Tage alten männlichen Ratten verändern?
Can prenatal exposure to a 900 MHz electromagnetic field affect the morphology of the spleen and thymus, and alter biomarkers of oxidative damage in 21-day-old male rats?
Von: Hanci H, Turedi S, Topal Z, Mercantepe T, Bozkurt I, Kaya H, Ersoz S, Unal B, Odaci
http://www.tandfonline.com/doi/full/10.3109/10520295.2015.1042051

Schlussfolgerungen: Pränatale 900-MHz-Bestrahlung kann bei 21 Tage alten männlichen Ratten zu verschiedenen krankhaften Veränderungen in Thymus und Milz führen. Die Wirkung der Strahlung ist nicht nur von Frequenz, Dauer und Intensität abhängig, sondern auch vom biologischen Stadium der Zellen, also dem Zeitpunkt in der Entwicklung. Die Wirkung der Strahlung kann reversibel oder irreversibel sein und kann Aus-wirkungen im erwachsenen Organismus haben. Wenn in der vorgeburtlichen Entwicklung Thymus und Milz geschädigt werden, können T-Zell-abhängige Reaktionen beim Erwachsenen gefährdet sein.

Gratis-Kaffee für Handy-Verzicht am Steuer App

Tokio: App „Driving Barista“ zeichnet Bewegungen auf und ermittelt Distanz.
Die Software nutzt den Gyrosensor für die Ermittlung der Bewegungen des Handys und GPS zur Ermittlung der zurückgelegten Distanz. Aufgezeichnet wird konkret die Entfernung, die der Lenker mit dem Handy, das mit dem Display nach unten liegt, zurücklegt. Werden 100 Kilometer ohne Blick auf das Handy zurückgelegt, gibt es einen Gutschein für ein Getränk in einem Coffee Shop von Komeda.
http://www.pressetext.com/news/20160923012

Mobiltelefon-Strahlung bewirkt DNA-Strangbrüche in menschlichen Spermien.

In vitro-Wirkung von Mobiltelefon-Strahlung auf Beweglichkeit, DNA-Strangbrüche und Clusterin-Genexpression in menschlichen Spermien.
In vitro effect of cell phone radiation on motility, DNA fragmentation and clusterin gene expression in human sperm. Von: Zalata A, El-Samanoudy AZ, Shaalan D, El-Baiomy Y, Mo-stafa T; Erschienen in: Int J Fertil Steril 2015; 9 (1): 129–136 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4410031/pdf/Int-J-Fertil-Steril-9-129.pdf

Schlussfolgerungen: Mobilfunkstrahlung von 850 MHz hat einen negativen Einfluss auf Spermienparameter wie Beweglichkeit, Acrosin-Aktivität, DNA-Strangbrüche und CLU-Genexpression, besonders in der am meisten vorgeschädigten OAT-Gruppe. Die Autoren diskutieren, ob die Ursache für die DNA-Brüche und die verminderte Acrosin-Aktivität oxidativer Stress ist, da andere Arbeitsgruppen in ihren Experimenten oxidativen Stress im Zusammenhang mit DNA-Brüchen sehen. Dazu passt, dass CLU als Antioxidans in den hier vorliegenden Experimenten erhöht ist.
* Akrosin ist ein Protein-spaltendes Enzym, das von der Sa-menzelle produziert wird, um für die Befruchtung die Memb-ran der Eizelle aufzulösen.

Mikrowellen-induzierter oxidativer Stress beeinflusst Fertilität

Therapeutische Ansätze mit Melatonin bei Toxizität, die von Mikrowellen-induziertem oxidativen Stress vermittelt wurde, auf die männliche Fertilität von Wistar-Ratten.
Von: Meena R, Kumari K, Kumar J, Rajamani P, Verma HN, Kesari KK; Erschienen in: Electromagn Biol Med 2014; 33 (2): 81–91
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23676079?dopt=Abstract

Die Ergebnisse legen nahe, dass die 2,45-GHz-Strahlung oxidativen Stress im Hodengewebe erzeugt, der zu Schäden an der DNA führt. Die Mikrowellen könnten einen Einfluss auf die Polarisation der Zellmembranen haben. Wenn die Polarisation der Membranen verändert ist, wird die Testosteronsynthese und dadurch die Entwicklung der Spermienzellen gestört, mit der Folge von Unfruchtbarkeit. Melatonin hat ein starkes antioxidatives Potenzial, das die Mikrowellen-induzierten oxidativen Schädigungen in Hoden und Spermienzellen vermindert. Die Autoren schlagen vor, dass Melatonin wahrscheinlich, zumindest zum Teil, auf die Xanthi-noxidase einwirkt, denn im Experiment bewirkte Melatonin nach den 45 Tagen eine signifikante Abnahme der Aktivität, während die Aktivität gleichzeitig in der bestrahlten Gruppe signifikant angestiegen war.

Urteil zu Elektrosensibilität in Frankreich

Touluse: Einer 39-jährigen früheren Radiojournalistin wurde von einem französischen Gericht staatliche Unterstützung zugesprochen: Die Frau ist nach eigener Aussage durch elektrische Strahlung arbeitsunfähig geworden. Meldung bei Sueddeutsche.de
Präzedenzfall für tausende Betroffene?
Ein französisches Gericht hat erstmals einer Frau, die nach eigener Aussage unter elektromagnetischer Strahlung leidet, staatliche Hilfe wegen Behinderung zugesprochen.
Die Klägerin Marine Richard sprach von einem „Durchbruch“ für Menschen, die unter Elektrosensibilität litten. Ihre Anwältin Alice Terrasse sagte, das Urteil könne ein Präzedenzfall für „tausende Menschen“ sein. Die 39-jährige frühere Radiojournalistin Richard lebt seit Jahren zurückgezogen in den Bergen im Südwesten Frankreichs in einer Scheune ohne Elektrizität.

WLAN vermindert die menschliche Spermienmotilität

Avendano C et al. (2012) Use of laptop computers connected to internet through Wi-Fi decreases human sperm motility and increases sperm DNA fragmentation.
Die Nutzung von Laptop-Computern, die mit dem Internet über WiFi bzw. WLAN verbunden sind, vermindert die menschliche Spermienmotilität und erhöht
die Spermien-DNA- Fragmentierung.
Erschienen in: Fertil Steril 2012; 97 (1): 39 – 45.e2
https://www.emf-portal.org/de/article/19930
Die exponierten Spermien-Proben zeigten eine signifikante Abnahme der progressiven Spermienmotilität und einen Anstieg bei der DNA-Fragmentierung. Die Werte der toten Spermien zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.
Die Autoren spekulieren, dass das Halten eines drahtlos mit dem Internet verbundenen Laptops auf dem Schoß in der Nähe der Hoden zu verminderter männlicher Fertilität führen kann.

Schule: Auch kein Handy in der Pause

An einigen Schweizer Schulen sind Handys auf Schulhöfen tabu. Die Schulen verbieten Handys sogar während den Pausen. Zu lesen bei 20min.ch
Mehrere Schweizer Schulen haben das Handy von den Pausenplätzen verbannt. Seit Beginn des neuen Schuljahres dürfen Schüler an der Kantonsschule Zug, an den Gymnasien in Stans, Willisau LU sowie Beromünster LU in der Pause nicht mehr zum Handy greifen. Peter Hörler, Direktor der Kantonnsschule Zug, etwa begründet den Entscheid gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag» wie folgt: «Gespräche oder Bewegung bleiben aus, und das gerade Gelernte kann so nicht verarbeitet werden.»

Debatte um Breitband-Ausbau

Hat die Bundesregierung den Ausbau verpennt? Meldung von Heise-Online
Glasfaser oder Vectoring? Die Bundesregierung hat sich vorerst entschieden. Die Telekom darf Vectoring ausbauen, als „Zwischenlösung“. So ziemlich alle anderen halten das für den falschen Weg – auch FDP und Grüne. Christian Lindner auf dem
Sommerfest des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten).

Diskussion um NTP-Studie auf der BIOEM 2016

NTP-Studie: ‚Sorgfältigst durchgeführte Untersuchung‘
Diskussion um NTP-Studie auf der BIOEM 2016
Im Mai veröffentlichte das US-amerikanische National Toxicology Program (NTP) die Teilergebnisse der bisher größten Studie zu Handystrahlung und Krebs, dass bei männlichen Ratten, die Handystrahlung ausgesetzt waren, vermehrt Krebs auftrat. Auf der Jahresversammlung der Biolelectromagnetic Society am 8. Juni 2016 wurden die Studienergebnisse von den US-Wissenschaftlern vorgestellt und diskutiert.

Christopher Portier ist der ehemalige Leiter des NTP und war behilflich, die Studie auf den Weg zu bringen. Professor Franz Adlkofer fasst in seinem Papier „Neues von der NTP-Studie“ (9/2016), das den Bericht von Dariusz Leszczynski enthält, den Stand der Forschung zusammen.

Vortrag von M. Wyde vom 08.06.16 zum NTP auf dem BioEM Meeting

Der Vortrag und die Diskussion sind auf Video dokumentiert. Besonders interessant sind die Beiträge in der Diskussion von den an der Studie beteiligten Wissenschaftlern und von Linda Birnbaum, der Direktorin des US-National Institute of Environmental Health Sciences (NIEHS) und des National Toxicology Program (NTP). Gegen Zweifel von Teilnehmern betonten sie, dass die Studienergebnisse von mehreren unabhängigen Gruppen von Wissenschaftlern („Die besten, die es auf diesem Gebiet gibt“) überprüft wurden. Vortragsfolien des Vortrags von M. Wyde vom 08.06.16 zum NTP auf dem BIOEM Meeting finden Sie hier.

Wi-Fi-Geräte und das Wachstum von Ratten-Hoden

Atasoy HI et al. (2012) Immunhistopathologische Demonstration nachteiliger Wirkungen hochfrequenter Wellen, emittiert durch konventionelle Wi-Fi-Geräte, auf das Wachstum von Ratten-Hoden. Erschienen in: J Pediatr Urol 2012.
Die Autoren fanden signifikante Erhöhungen der 8-Hydroxy-2-Desoxyguanosin-Werte im Serum und in den Hoden der exponierten Gruppe. Zusätzlich waren die Katalase- und Glutathionperoxidase-Enzymaktivitäten bei den exponierten Tieren vermindert.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine anhaltende WiFi-Exposition oxidativ die Hoden wachsender Ratten beeinflusst.
https://www.emf-portal.org/de/article/20439

Fernlehrgang Elektrobiologie Präsenzseminar

Die zwei Tage für die praktische Messtechnik sind unentbehrlich, das hat unser aktuelles Seminar wieder gezeigt. Fernlehrgang Elektrobiologie
– Wolfgang: die Dauer war gerade richtig, jetzt habe ich die restlichen Fragen beantwortet.
– Anne: Ich kann die Messgeräte jetzt bedienen und die Zusammenhänge verstehen.
– Klaus: Die Gruppengröße war genau richtig, ich konnte all meine Fargen stellen.
– René: Der Fernlehrgang ist genau richtig in Theorie und Praxis aufgeteilt. Danke
– Tom: Ich kann meine gesundheitliche Thematik jetzt einordnen und mich schützen.
– Fred: beim nächsten Vertiefungsseminar bin ich dabei. Ich habe Lust auf mehr.

mobilfunkmessung potentialfrei pv schau-mal-hier

EMR and Health Reports Australia

The September issue has a great deal of valuable information that we hope you’ll enjoy reading, including: http://www.emraustralia.com.au/LiteratureRetrieve.aspx?ID=142790

  • new evidence about mobile phones and brain cancer;
  • a recent legal seminar on electromagnetic hypersensitivity in Australia;
  • France’s recommendations for reducing exposure to electromagnetic radiation;
  • what advice doctors have for pregnant women;
  • a possible link between EMR and chronic diseases;
  • what psychologist, Prof Pamela Reed Gibson says about environmental diseases;
  • an Environmental Sensitivities Symposium to be held later this year;
  • a new Australian community group preparing to launch;
  • Canada’s precautionary recommendations
  • the latest news and research and items of interest from around the world and more.

Ärzteblatt im Dienste der Mobilfunkindustrie?

Eine Dokumentation von Franz Adlkofer, Pandora – Stiftung für unabhängige Forschung
http://www.stiftung-pandora.eu/archiv/2016/dt-aerzteblatt-im-dienste-der-mobilfunkindustrie.html
Bei der Durchsicht aller Ausgaben des Deutschen Ärzteblatts (DÄ) zurück bis zum Jahr 2000 findet man zahlreiche Beiträge, die sich mit der Frage befassen, ob die Mobilfunkstrahlung ein gesundheitliches Risiko für die Menschen darstellt. Der deutschen Ärzteschaft wurde damit zumindest bis 2011 der Eindruck vermittelt, dass der Stand der Forschung entschieden gegen ein solches Risiko spreche, wenn auch letzte Zweifel nicht gänzlich ausgeschlossen werden könnten. … Lesen Sie weiter in den unten aufgeführten Dokumenten.
Das Deutsche Ärzteblatt im Dienste der Mobilfunkindustrie
Mobilfunk – eine Technik ohne Risiko für die Gesundheit der Menschen?
Uni Wien zieht REFLEX-Pressemitteilungen zurück.
Neues von der NTP-Studie

Schutz vor Elektrosmog – die Anfragen

Heute hat mich wieder eine Anfrage erreicht, wie sie so oder ähnlich fast täglich beim Berufsverband Elekrtrobiologie eingehen. Die Flut von sogenannten Elektrosmog-Neutralisierungs und Harmonisierungsprodukten verunsichert Personen, die sich informieren wollen immer mehr undf öfter. Leider wird dann sehr häufig zu Lasten der Gesundheit der vermeintlich schnellere und billigere Weg gewählt. Oft ist diese Entscheidung leider nicht nur wirkungslos sondern z.B. bei geerdeten Abschirmdecken sogar gesundheitsschädigend.
Die Anfrage
„… aus gegebenem Anlass interessiere ich mich zurzeit sehr für das Phänomen Elektrosmog und wie ich mich davor schützen kann.Je mehr ich im Internet zu diesem Thema recherchiere, desto verwirrter werde ich. Die Ausführungen auf ihrer Homepage erscheinen mir sehr plausibel. Dennoch gibt es auch Angebote, die scheinbar günstiger und mit wesentlich weniger Aufwand betrieben werden können. So zum Beispiel Geräte, die die Strahlung in der gesamten Wohnung neutralisieren sollen und so gesundheitsunschädlich oder bestenfalls sogar gesundheitsförderlich machen. Was denken Sie darüber?Als ich mich an einen solchen Hersteller wandte, um etwas über die Wirkweise des Gerätes zu erfahren (mit dem Hinweis darauf, dass mir Abschirmen logischer erscheint), wurde mir unter anderem erklärt, dass Abschirmen sehr schwierig oder sogar fast unmöglich sei, da es teilweise nach dem Abschirmen zu Reflektionen käme und die Srahlenbelastung damit teilweise noch ansteigt!? Zudem sei Schutz vor Elektrosmog meist nur mit sehr teuren Kabeln wirklich möglich…!?“
Antwort:
„es freut mich, dass Sie sich Ihrer Gesundheit zuliebe, ausführlich über die Themen der statischen und wechselnden elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder informieren.

Diese fünf grundlegenden physikalische Kraftfelder kann man nicht so einfach neutralisieren, sondern man kann sie nur auf der physikalischen Ebene, auf der sie entstehen, abschirmen, bzw. abschalten. http://elektrobiologie.biz/Elektrobiologie/Vorsicht-Abschirmung/vorsicht-abschirmung.html
Abschirmen ist nicht schwierig, aber man muss wissen, was man tut, d.h. eine vorherige Messung der aktuellen Feldbelastung ist unbedingt notwendig. Dann kann man jedoch ganz gezielt und meist relativ kostengünstig wirkungsvolle Maßnahmen zur Reduzierung von Elektrosmog implementieren. Man benötigt keine teuren Kabel, sondern in der Regel nur einen günstigen Feldfreischalter. So gut wie alle Elektrosmog-Neutralisierungsprodukte sind unwirksam, im Gegenteil sie verschlimmern die gesundheitliche Problematik oft um ein Vielfaches.
Die Aussagen der Person, an die Sie sich gewandt haben sind in betrügerischer Absicht gesundheitsschädlich, falsch und irreführend.Bitte lassen Sie sich nicht von vermeintlich einfachen und schnellen Lösungen blenden. Sprechen Sie einen erfahrenen Elektrobiologen/In an. Hier finden Sie entsprechende Fachadressen.
http://hilfe-elektrosmog.de/Elektrobiologen/elektrobiologen.html“

Einfluss elektromagnetischer Felder auf das Reproduktionssystem männlicher Ratten.

Influence of electromagnetic fields on reproductive system of male rats.
Von: Kumar S, Behari J, Sisodia R; Erschienen in: Int J Radiat Biol 2013; 89 (3): 147–154
Nach den Ergebnissen schlussfolgern die Autoren, dass 10-GHz-Felder eine schädigende Wirkung auf die Fruchtbarkeit von männlichen Ratten haben. In den Spermienzellen entstehen durch oxidativen Stress (ROS) DNA-Schäden, die einen Hauptfaktor für männliche Unfruchtbarkeit darstellen.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23078358?dopt=Abstract

Spermienkonzentration durch Handynutzung vermindert

Einige Studien haben eine Abnahme der Spermienqualität seit Beginn des 20. Jahrhunderts ergeben. Ein Faktor könnte elektromagnetische Strahlung des Mobilfunks sein. Die neue Studie ergab, dass unter bestimmten Bedingungen abnorme Spermienkonzentrationen zunehmen, z. B. wenn beim Telefonieren mit dem Handy geraucht und gleichzeitig das Telefon aufgeladen wird.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26206279
Zilberlicht A, Wiener-Megnazi Z, Sheinfeld Y, Grach B, Lahav-
Baratz S, Dirnfeld M (2015): Habits of cell phone usage and sperm quality – does it warrant attention? Reproductive Bio-Medicine Online 31, 421–426
ElektrosmogReport April 2016 https://www.emf-portal.org/en/article/27619

AUVA veröffentlicht den ATHEM-Report II Untersuchung athermischer Wirkungen elektromag. Felder

Im August 2016 hat die österreichische Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) den ATHEM-Report II „Untersuchung athermischer Wirkungen elektromagnetischer Felder im Mobilfunkbereich“, veröffentlicht, durchgeführt an der Medizinischen Universität Wien. Ein Anlass der Untersuchung war, dass in Italien das Cassationsgericht Rom, die höchste Gerichtsinstanz, erstmals den Gehirntumor eines Managers auf sein häufiges Mobiltelefonieren zurückgeführt hat. Der Kläger erhält eine 80% Berufsunfähigkeitsrente.
ATHEM-2 Projekt der AUVA | Kurzfassung
Beim ATHEM – Projekt lag ein Schwerpunkt auf Labor-Untersuchungen zum zellulären Mechanismus möglicher gentoxischer Wirkungen. Der ATHEM-Report bestätigt:

  • Mobilfunkstrahlung schädigt das Erbgut (DNA)
  • Der Schädigungsmechanismus ist oxidativer Zellstress
  • Die Schädigungen sind athermische Wirkungen, vor denen die  geltenden Grenzwerten nicht schützen

Den ersten Report finden Sie hier ATHEM-Report

Bundesnetzagentur gibt endgültige Vectoring-Entscheidung bekannt

Homann: „Grünes Licht für die Einführung der Vectoring-Technik im Nahbereich. Beschleunigter Ausbau von Anschlüssen mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s.“
http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1412/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/160109_Vectoring.html;jsessionid=609B67875AB457158C4B28D505542822
Die Bundesnetzagentur hat am 1.9.2016 ihre endgültige Entscheidung für die Einführung der Vectoring-Technologie in den Nahbereichen im Netz der Telekom Deutschland GmbH bekannt gegeben.
Nachdem die EU-Kommission Mitte Juli grünes Licht für unsere Entscheidung gegeben hat und auch die Telekom uns Anfang dieser Woche ihre angekündigte verbindliche Ausbau- und Investitionszusage für den Vectoring-Rollout in den Nahbereichen vorgelegt hat, können wir das Regulierungsverfahren jetzt abschließen. Dies wird entscheidend dazu beigetragen, den flächendeckenden Breitbandausbau voranzubringen„, erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.
Die Entscheidung umfasst darüber hinaus auch alle sonstigen Rahmenbedingungen, zu denen Wettbewerber in den nächsten Jahren den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) der Telekom, der sogenannten „letzten Meile“, erhalten können.

 

Feinstaub – ein Risikofaktor für Alzheimer?

Ultrafeine Staubpartikel in den Gehirnen Verstorbener mit neuro-degenerativen Erkrankungen lassen die Frage aufkommen: Ist Feinstaub ein Risikofaktor für Alzheimer?
Meldung der Ärztezeitung online vom 6.9.2016
NEU-ISENBURG.
Feinstaub verursacht eine Reihe von Erkrankungen: Lungenkrebs, asthmatische Erkrankungen, Atemwegsbeschwerden. Die WHO geht davon aus, dass die weltweite Luftverschmutzung zu 6,7 Prozent aller Todesfälle beiträgt.
Nun mehren sich die Hinweise, dass eine weitere Krankheit zu dieser Liste hinzukommen könnte: Alzheimer. Denn in den Gehirnen Verstorbener mit neuro-degenerativen Erkrankungen haben Wissenschaftler Eisenoxid-Nanopartikel gefunden, einem Bestandteil des vom Menschen verursachten Feinstaubs.
Damit liefert die Studie von Barbara Maher von der Universität Lancaster und ihren Kollegen einen weiteren Hinweis darauf, dass das vermehrte Einatmen von Feinstäuben mit dem Auftreten von Alzheimer zusammenhängt.

 

EuroPhysicsNews mit Artikel zu 9/11

Mulhouse (Frankreich) – 15 Jahre nach den Ereignissen von 9/11 kommen im Fachjournal „EuroPhysicsNews“ (EPN) – und damit in der Fachpublikation der „European Physical Society“ (EPS), einen Zusammenschluss von 42 europäischen physikalischen Gesellschaften, deren größtes Mitglied die „Deutsche Physikalische Gesellschaft“(DPG) ist – gänzlich unerwartet kritische Stimmen zur offiziellen Einschätzung des Einsturzes der Zwillingstürme des World Trade Centers (WTC) am 11. September 2001 zu Wort. Darin kommen Physiker, Architekten und Luftfahrtingenieure zu dem Schluss, dass die Einstürze das Ergebnis einer „kontrollierten Sprengung“ der Gebäude war.
Titel der aktuellen Ausgabe der „EuroPhysicsNews“, Volume 47, Number 4, July-August 2016 Copyright: EPN, europhysicsnews.org

In ihrem Artikel mit dem Titel: „15 Years Later: On the Physics of High-Rise Buildung Collapses“ (15 Jahre später – Über die Physik des Zusammensturzes hoher Gebäude“; DOI: 10.1051/epn/2016402) führen die Autoren – Steven Jones, Physikprofessor im Vorruhestand an der Brigham Young University; Robert Korol, Prof. emeritus von der McMaster University; der Luft- und Raumfahrtingenieur Anthony Szamboti und Ted Walter, Architekt und Direktor der Architektenvereinigung „Architects & Engineers for 9/11 Truth“ – die Ergebnisse ihre Analysen des Einsturzes der drei WTC-Gebäude (die sog. „Twin Towers und das WTC-Gebäude 7) in Folge der Ereignisse vom 9/11 aus.
Hier können Sie den Artikel lesen.

Elektrosmog und Herzfrequenzvariabilität

Auswirkungen von Elektrosmog auf Herzfunktionen
Die Wirkungen der Dauer der Mobiltelefon-Nutzung auf Parameter der Herzfrequenzvariabilität bei gesunden Probanden.
The effects of the duration of mobile phone use on heart rate variability parameters in healthy subjects.
Von: Ekici B, Tanindi A, Ekici G, Diker E; Erschienen in: Anatol J Cardiol 2016; DOI:10.14744/AnatolJCardiol.2016.6717  / Volltext der Studie:
http://www.journalagent.com/anatoljcardiol/pdfs/AJC-14892-ORIGINAL_INVESTIGATION-EKICI.pdf

In dieser Studie wurde gezeigt, dass die Dauer der Mobiltelefonnutzung das autonome Gleichgewicht für die Herzratenvariabilität in den gesunden Personen verschieben könnte. Während der Gespräche ist das Gerät nah am Kopf, dadurch kann das autonome Nervensystem verändert werden, das eine Verbindung zur Steuerung der Herztätigkeit (Schrittmacher) hat. Die elektromagnetischen Felder der Mobiltelefone könnten bei Langzeitnutzung Veränderungen in der Herzratenvariabilität hervorrufen.

Das Gedächtnis nimmt ab, je häufiger das Smartphone genutzt wird.

Gedächtnis-Leistung nach Einwirkung elektromagnetischer 900-MHz-Felder: eine prospektive Kohortenstudie mit Jugendlichen.
Memory performance, wireless communication and exposure to radiofrequency electromagnetic fields: A prospective cohort study in adolescents. Von: Schoeni A, Roser K, Röösli M; Erschienen in: Environ Int 2015; 85: 343–351
https://www.emf-portal.org/de/article/28068
Nach einem Jahr nahm das figurale Gedächtnis ab, je häufiger das Smartphone genutzt wurde. Die Ergebnisse könnten darauf hindeuten, dass die Strahlung von Smartphones das Gedächtnis für Figuren beeinträchtigt.

Kognitive Beeinträchtigungen durch Mobiltelefone

Mobiltelefon-Nutzung und Prävalenz von selbst-berichteten Symptomen bei Schülern von Grundschulen und weiterführenden Schulen in Shiraz, Iran.
The pattern of mobile phone use and prevalence of self-reported symptoms in elementary and junior high school students in Shiraz, Iran. Von: Mortazavi SM, Atefi M, Kholghi
Volltext der Studie http://ijms.sums.ac.ir/index.php/IJMS/article/download/744/179
Die Daten ergeben, dass viele Kinder Mobiltelefone benutzen und es nach Aussagen einiger Schüler einen signifikanten Anstieg von Symptomen gibt. Die Häufigkeit von Kopfschmerzen, Schwindel und Schlafproblemen pro Monat war signifikant assoziiert mit der Gesamtzeit der Telefonate mit dem Mobiltelefon. Das zeigt, dass Kinder gegenüber der Strahlung empfindlicher sind als Erwachsene. Die Ergebnisse und Schlussfolgerung müssen unter dem Aspekt betrachtet werden, dass dies eine Selbstauskunft der Teilnehmer über die Symptome ist, deren Kenntnisse über die exakten Definitionen der Symptome nicht ganz klar sein könnten.

Wirkung von EMF auf die Eierstöcke

Die Wirkungen von elektromagnetischen Feldern auf die Anzahl der Eierstock-Primordialfollikel: eine experimentelle Studie.
The effects of electromagnetic fields on the number of ovarian primordial follicles: An experimental study.
Von: Bakacak M, Bostanci MS, Attar R, Yildirim OK, Yildirim G, Bakacak Z, Sayar H, Han A; Erschienen in: Kaohsiung J Med Sci 2015; 31 (6): 287–292
Zum ausführlichen Volltext der Studie:
http://www.kjms-online.com/article/S1607-551X%2815%2900092-3/pdf

Die direkte Bestrahlung der Eierstöcke mit der 217 Hz gepulsten 900-MHz-Strahlung hat eine signifikant geringere Anzahl von Follikeln in den Eierstöcken und keine Primordialfollikel in der Subkortikalen Region der bestrahlten Ratten gefunden. Da sich die Feldquelle über die Bestrahlungszeit direkt am Bauch der Tiere befand, waren bei allen Tieren dieselben Feldbedingungen. Die Ergebnisse zeigen eine beunruhigende Wirkung der 900-MHz-Strahlung auf die Anzahl der Follikel und die Eizellreserve. Trotz der geringen Anzahl der Tiere (8 pro Gruppe) waren die Werte ausreichend für statistische Auswertungen.
Die Autoren halten Einschränkungen dieser Studie fest: 1. sind Tierexperimente nicht direkt auf den Menschen übertragbar, aber mit Menschen kann man solche Experimente nicht machen. 2. können die Follikel natürlich nicht vor dem Experiment bestimmt werden, 3. konnten Schädigung und Apoptose der Zellen nicht analysiert werden. Um mehr Erkenntnisse über die Wirkung der Strahlung auf Eizell-Reserve und Unfruchtbarkeit zu gewinnen, müssen weitere Experimente mit vorheriger Bestimmung der Follikel durchgeführt werden.

Oxidativer Stress von Gehirn, Niere und Leber durch EMF

Wirkung der Exposition und Abschaltung von elektromagnetischen Wellen (900 MHz) auf den oxidativen Stress von Gehirn, Niere und Leber und verschiedene biochemische Parameter bei männlichen Ratten.
Effect of exposure and withdrawal of 900-MHz electromagnetic waves on brain, kidney and liver oxidative stress and some biochemical parameters in male rats. Von: Ragy MM; Erschienen in: Electromagn Biol Med 2015; 34 (4): 279–284
https://www.emf-portal.org/de/article/24632
900-MHz-Strahlung von Mobiltelefonen könnten einige biochemische und oxidative Schäden erzeugen, d. h. Stress in Gehirn, Leber und Nieren der Albino-Ratten. Diese Beeinträchtigungen werden zurückgebildet, wenn keine Felder mehr einwirken (Erholung von der Bestrahlung). Das Gehirn ist oxidativ stärker gefährdet als Leber und Nieren. Da ohne Feldeinwirkung weitgehende Erholung bis fast zum normalen Status eintritt wird empfohlen, das Mobiltelefon nicht über längere Zeit zu nutzen, damit schädliche Veränderungen korrigiert werden können.

Smartphone-Strahlung löst die Aktivierung der neutrophilen Leukozyten aus

30-minütige Exposition bei einem Smartphone- Anruf fördert die Neutrophilen-Aktivierung in vitro.
Thirty-minutes‘ exposure to smartphone call triggers neutro-phil activation in vitro.
Von: Lippi G, Danese E, Brocco G, Benati M, Salvagno GL, Montagnana M, Franchini M; Erschienen in: Clin Chem Lab Med 2016; DOI: 10.1515/cclm-2015-1242 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26872316
Die untersuchten Parameter zeigen nach Ansicht der Autoren überzeugend, dass die Smartphone-Strahlung die Aktivierung der neutrophilen Leukozyten auslöst, sichtbar an der signifikanten Abnahme des MPO-Gehaltes und Abnahme der segmentierten Neutrophilen nach Bestrahlung mit 900-MHz-Smartphone-Strahlung im Vergleich zu den unbestrahlten Kontrollen. Übermäßiger Smartphone-Gebrauch könnte schädlich sein, und man sollte Blutprodukte, die Leukozyten enthalten, während der Herstellung und Lagerung vor Smartphonestrahlung schützen.

Oxidativer Stress durch ROS-Bildung unter Mikrowellenbestrahlung

Bewertung ausgewählter biochemischer Parameter im Speichel junger Männer, die Mobiltelefone benutzen. Von: Abu Khadra KM, Khalil AM, Abu Samak M, Aljaberi A
Veröffentlicht in: Electromagn Biol Med 2015; 34 (1): 72-76
Die Enzymaktivität der Superoxid-Dismutase war nach einem 15-minütigen Telefonat im Vergleich zu vorher signifikant erhöht. Alle anderen Parameter zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Messzeitpunkten.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition bei einem 1800 MHz elektromagnetischen Feld (GSM) antioxidative Parameter in menschlichem Speichel verändern könnte, was ein Hinweis auf oxidativen Stress sein könnte.
https://www.emf-portal.org/de/article/24244
Einige Studien haben ein erhöhtes Risiko für Hirntumore durch Mobilfunkstrahlung gefunden. Außer dem Gehirn ist auch die Ohrspeicheldrüse erhöhter Strahlung ausgesetzt, da sie in dem Bereich liegt, an dem das Mobiltelefon während des Telefonierens gehalten wird. Es besteht der Verdacht, dass bei steigender Nutzerzahl auch das Risiko für Tumore der Ohrspeicheldrüse steigt. Der vielfach nachgewiesene oxidative Stress durch ROS-Bildung unter Mikrowellenbestrahlung kann Ursache für DNA- und Zellschädigung sein und zeigt biologische Wirkungen auch bei geringer Feldstärke an.

Elektrosmog Seminar

Elektrosmog Seminar

Sie erhalten deshalb in der Ausbildung umfangreiches Spezialwissen über die gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlenbelastungen  und deren Messung sowie Kenntnisse für elektrobiologische Messungen. Es  wird die Durchführung verschiedener elektrobiologischer  Hausuntersuchungen und die Erstellung eines standardisierten  Messprotokolls praktisch geübt. Sie lernen, mit den erforderlichen  Messgeräten umzugehen und die Messergebnisse aufgrund entsprechender  Erfahrungswerte zu interpretieren. Und Sie lernen, mit welchen Maßnahmen Elektrosmog reduziert oder beseitigt werden kann. Es werden die „physikalischen, biologischen und messtechnischen Grundlagen der Elektrobiologie“ gelehrt. Der Lehrstoff ist laienverständlich aufbereitet. Termin 12.12. – 16.12.2016, Preis 1.428 Euro,
Jetzt noch 10 % Frühbucherrabatt sichern. Anmeldung: info@elektrobiologie.biz
Weitere Informationen bei der Akademie für Elektrobiologie beim Ingenieurbüro Ehmann

Auftreten von bösartigen Tumoren nach Ganzkörperbestrahlung.

Bericht von Teilergebnissen aus dem nationalen Toxikologie-Programm zu Karzinogenese-Untersuchungen von Mobiltelefon-Hochfrequenz-Feldern bei Hsd: Sprague Dawley SD-Ratten (Ganzkörper-Exposition).
Wyde M, Cesta M, Blystone C, Elmore S, Foster P, Hooth M, Kissling G, Malarkey D, Sills R, Stout M, Walker N, Witt K, Wolfe M, Bucher J
Veröffentlicht in: Research Report 2016;: 1-87
Dieser Bericht zeigt Teilergebnisse aus dem umfangreichen Nationalen Toxikologie-Programm der USA. Darin wurden Nagetiere auf toxikologisches und Krebs erregendes Potenzial der Strahlung von Geräten der US-Telekommunikationsindustrie untersucht. Beschrieben wird hier die Häufigkeit des Auftretens von zwei Tumorarten, bösartige Gliome im Gehirn und Schwannome im Herzen nach Ganzkörperbestrahlung.
Hier geht es zur Studie bei bioRxiv

Veränderungen bei Paramecium caudatum (Protozoa) in der Nähe eingeschalteter GSM-Telefone

Magnetkompass bei Vögeln nur bei guter Sicht
„Veränderungen bei Paramecium caudatum (Protozoa) in der Nähe eingeschalteter GSM-Telefone.“ https://www.emf-portal.org/de/article/19261
„Exponierte Individuen bewegten sich langsamer und wellenförmiger als die Individuen der Kontrollgruppe. Die Physiologie der exponierten Protozoen wurde ebenfalls beeinflusst: sie wurden breiter, ihr Cytopharynx erschien breiter, ihre pulsierende Vakuole hatte Schwierigkeiten, ihren Inhalt aus der Zelle zu stoßen, ihre Cilien bewegten sich weniger effizient und die Trichocysten wurden besser sichtbar.
Alle diese Wirkungen könnten aus einer schlechten Funktionsfähigkeit oder aus einem Schaden der Zellmembran resultieren.“

Das Verhalten von Bienen wird durch Handysignale gestört

Sharma et al.: „Veränderungen im Verhalten und in der Biologie der Honigbiene unter dem Einfluss von Handy-Befeldungen.“
Current Science 2010; 98 (10): 1376 – 1378
„Es wurde eine signifikante Abnahme der Kolonie-Stärke (neun Waben-Rahmen in den schein-exponierten und fünf Rahmen in den exponierten Kolonien) sowie in der Eier-Legerate der Königin (144,8 Eier/Tag in der exponierten Kolonie, 376,2 Eier/Tag in der schein-exponierten Kolonie) gefunden. Die Fähigkeit zur Honig-Vorratshaltung nahm aufgrund des Verlustes zurückkehrender Bienen ab (28,3 Bienen/Min. in der exponierten Kolonie und 41,3 Bienen/Min. in der schein-exponierten Kolonie) und am Ende des Experiments gab es weder Honig noch Pollen noch Brut oder Bienen in der exponierten Kolonie, was zum vollständigen Verlust der Kolonie führte. „
„Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass der Kolonie-Zusammenbruch als Ergebnis der Handy-Befeldungen zustande kommt.“ https://www.emf-portal.org/de/article/18302

Anschließend sind weitere Studien aufgeführt, die zeigen, dass durch EMF nachhaltig gestört werden. Das Bienensterben scheint ursächlich durch unsere Funkanwendungen ausgelöst zu werden. Der Befall von Schädlingen ist eine nachrangige Folge auf Grund von Stress und geschwächtem Immunsystem.

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Handy-Signale beeinflussen das Wachstum von Pflanzen

Singh et al.: „Handy-Befeldung beeinflusst das frühe Wachstum von Vigna radiata (Mungbohne) durch biochemische Veränderungen.“
Z Naturforsch C 2010; 65 (1-2): 66 – 72
„Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die elektromagnetischen Handy-Felder das frühe Wachstum von Mungbohnen stören in dem biochemische Veränderungen induziert werden.“ https://www.emf-portal.org/de/article/18092