Radioaktives Radongas und Strahlenschutzgesetz 2019

Information und Sanierung zu Radon ist ab 2019 Pflicht. Öffentliche Gebäude müssen radonsicher gemacht werden. Inzwischen verpflichtet eine EU-Richtlinie die Mitgliedsstaaten, für einen gesetzlichen Schutz vor Radon zu sorgen. Im neuen deutschen Strahlenschutzgesetz, das am 31. 12. 2018 in Kraft tritt, wurde für Innenräume ein Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft festgelegt. Wird dieser dauerhaft überschritten, muss der Radonschutz durch Lüftungsanlagen und bauliche Maßnahmen verbessert werden. Bis Ende 2020 sollen die Bundesländer Risikogebiete identifizieren, in denen die Radonwerte an allen Arbeitsplätzen im Erdgeschoss und Untergeschoss verpflichtend gemessen werden müssen.
https://www.br.de/nachrichten/radon-radioaktiv-gas-sanierungen-102.html

Radon erhöht auch das Risiko, an bösartigem Hautkrebs zu erkranken.

Es ist offensichtlich nicht nur Lungenkrebs, für das das radioaktive Gas Radon verantwortlich ist, sondern das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (SWiss TPH) hat in einer neuen Studie zur häuslichen Radonbelastung festgestellt, dass das radioaktive Radongas auch das Risiko erhöht, an bösartigem Hautkrebs zu erkranken.

Brisant ist, dass vor allem jüngere Menschen stärker betroffen sind: „Bei den 30-jährigen erhöht sich das relative Hautkrebsrisiko um rund 50% pro 100 Bq/m³ Zunahme der Radonbelastung, bei den 60-jährigen sind es 16%. Je jünger die Person, desto grösser ist der Einfluss von Radon auf das Erkrankungsrisiko.“ erklärt Röösli (Umweltepidemiologe am Swiss TPH und Koautor der Studie).

Das spezielle an der Swiss TPH-Studie ist, dass eine Längsschnittuntersuchung in der gesamten Bevölkerung der Schweiz vorgenommen und die Auswirkung des Radons für jeden einzelnen Haushalt modelliert wurde.

Studie vom 17.Juni 2017:
Effects of Radon and UV Exposure on Skin Cancer Mortality in Switzerland