Langzeitwirkung von 900-MHz-Feldern auf die Leber

Langzeitwirkung von 900-MHz-Feldern auf die Leber von 21 Tage alten neugeborenen männlichen Ratten.
The effects of prenatal long-duration exposure to 900-MHz electromagnetic field on the 21-day-old newborn male rat liver.
Von: Topal Z, Hanci H, Mercantepe T, Erol HS, Keleş ON, Kaya H, Mungan S,
Volltext: http://journals.tubitak.gov.tr/havuz/sag-1404-168.pdf
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass eine vor der Geburt erfolgte 900-MHz-Bestrahlung oxidativen Stress und pathologische Veränderungen in der Leber nach der Geburt verursachen kann. GSH ist ein wichtiger ROS-Fänger und stellt die erste Front der antioxidativen Abwehr dar. Es schützt die Zellen vor oxidativer Schädigung. Allerdings kann erhöhter oxidativer Stress die GSH-Aktivität schwächen, als Reaktion steigt SOD an. GSH schützt Leberzellen auch gegen chemische und enzymatische oxidative Schädigung. Der Anstieg von MDA weist ebenfalls auf oxidativen Stress hin. Die histopathologischen Ergebnisse wie Expansion des endoplasmatischen Retikulums, Vakuolen in den Mitochondrien und die Fibrose-aktiven Sternzellen (die bindegewebige Verhärtung und Vernarbung des Gewebes mit Kollagenfibrillen nach Schädigung entwickeln) deuten darauf hin, dass 900-MHz-Felder, die vor der Geburt auf die Tiere einwirkten, die Leber durch oxidativen Stress schädigen und das antoxidative Abwehrsystem verändern. Die Entwicklung der Leberzellen könnte durch die Strahlung beeinträchtigt sein.